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Geschrieben von am 13.07.2015 in Allgemein | Keine Kommentare

Kurz erklärt: Interkulturelle Öffnung

Kurz erklärt: Interkulturelle Öffnung

Interkulturelle Öffnung ist ein gesellschaftspolitisch aktuelles Thema. In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist das Thema bisher aus unterschiedlichen Gründen nur unzulänglich bearbeitet worden: einmal aufgrund der rechtlichen Vorgaben zur Einstellung von Mitarbeitenden, aber auch aufgrund der Struktur und Gestaltungsform der evangelischen Landeskirchen, die den gesellschaftlichen Wandel und die Vielfalt der Kulturen kaum abbilden. Kirche ist gerade in den Gemeinden häufig „Kirche der seit langem Einheimischen“. Zwar gibt es eine Vielzahl ökumenischer Beziehungen in etliche Länder und auch zu Gemeinden in den Nachbarschaften, aber sie finden sich nicht als ein Teil der eigenen Kirche.

Im Dezember 2012 hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland einen umfassenden Konsultationsprozess zur Interkulturellen Öffnung bis zum Jahr 2018 beschlossen. In einem ersten Schritt hat die Landessynode 2014 das Mitarbeitendenausnahmegesetz geändert, das auch den Zugang für Nichtchristinnnen und Nichtchristen regelt. Für das Jahr 2018 ist ein einheitliches Mitarbeitendengesetz anvisiert, das nicht mehr unterscheidet zwischen „Regel“ und „Ausnahme“.

Ein Werkbuch Interkulturelle Öffnung entsteht, das die Wahrnehmung der kulturellen Vielfalt in der rheinischen Kirche schärfen, nach theologisch-ekklesiologischen Konsequenzen fragen soll und dazu einlädt, gemeinsam über notwendige Veränderungen in der Praxis von Gemeinden, Werken und Einrichtungen nachzudenken.


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